27
vote

André Lima (22) sitzt Tag und Nacht am Krankenbett seiner kleinen Tochter Livia. Der Torjäger von Hertha BSC ist machtlos – betet zu Gott, dass das 24 Tage alte Mädchen überlebt.

„Nachdem sie ins Krankenhaus kam, hatte sie kurzzeitig einen Herzstillstand. Sie hat aufgehört zu atmen, während sie in den Armen meiner Frau lag. Sie war fast tot. Das war das Schlimmste“, erzählte Lima der „BZ“. „Ich bete zu Gott, dass sich alles zum Guten wendet.“

Fußball ist für den Brasilianer derzeit nur noch Nebensache! Denn Livia leidet an einer Pneumonie, einer Lungenentzündung (BILD berichtete). Außerdem schwächt ein Virus das Baby. Livia wird in einem Krankenhaus in Limas brasilianischer Heimat Rio de Janeiro behandelt, liegt auf der Intensivstation und muss künstlich beatmet werden.

Lima: „Wir schlafen jede Nacht im Krankenhaus, sind 24 Stunden bei unserer kleinen Livia. Und nebenbei kümmere ich mich noch um Agatha. Unsere zweite Tochter.“

Lima ist ein absoluter Familienmensch, trägt eine Tätowierung seiner älteren Tochter auf dem Schulterblatt. Als der Anruf seiner Frau Barbara kam („Sie hat nur geweint“) wollte Lima nur noch ins Flugzeug steigen und zu seinen Lieben fliegen.

Die Hertha-Bosse ließen ihn sofort gehen. „Ich bin Herrn Hoeneß und den anderen im Verein sehr dankbar. Die Situation war so schlimm. Ich war so weit weg und konnte nichts machen“, sagt er.

Lima ist seit 2007 bei den Berlinern, erzielte in bislang 16 Spielen für den Klub zwei Tore.

An die Fans schickt er einen Gruß: „Ich hoffe, dass ich bald wieder für Hertha auf Tore-Jagd gehen kann. Aber derzeit zählt für mich nur die Familie.“ Die Berliner können das nur zu gut verstehen...