München (dpa) - Der FC Bayern will sich oben absetzen, Nürnberg unten raus - nach erfolgreicher Europapokal-Kür wartet der Alltag mit unterschiedlichen Vorzeichen auf Bayerns einzige Bundesliga-Clubs.
«Wir wollen mit drei Punkten mehr auf dem Konto die Konkurrenz weiterhin auf Distanz halten», forderte Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im 49. bayerisch-fränkischen Bundesligaduell in der Allianz Arena einen Sieg über den 1. FC Nürnberg. Doch der «Club» möchte dem Rekordmeister das Oktoberfest-Finale verderben. «Von der Psyche her ist das ein einfaches Spiel», meinte Trainer Hans Meyer.
Ausgerechnet der FCN, der seit sechs Bundesligaspielen ohne Sieg ist und aus acht Spielen gerade mal sechs Punkte holte, flößt den Bayern gehörigen Respekt ein. Als Tabellenvorletzter stünden die Franken mit dem Rücken zur Wand, deshalb dürfe man den Gegner nicht unterschätzen, warnte Rummenigge und erwartet eine schwerere Partie als beim 2:0 im UEFA-Cup am Donnerstag in Lissabon: «Nürnberg wird die Punkte nicht kampflos in München lassen.»
Trainer Ottmar Hitzfeld, der weiterhin auf Kapitän Oliver Kahn (Ellbogen-OP) und den verletzten Torjäger Miroslav Klose verzichten muss, hat mit dem «Club» noch eine Rechnung offen. Mit der 0:3-Pleite in Nürnberg am 3. Februar dieses Jahres ging sein Comeback als Bayern-Coach völlig daneben. In der ausverkauften Allianz Arena soll alles besser und die Tabellenführung ausgebaut werden. «Wir wollen weiter konsequent vorne weg marschieren», betonte Manager Uli Hoeneß, «dazu ist ein Sieg unbedingt nötig. Wir wären ja bescheuert, wenn wir diesen schönen Vorsprung jetzt aufs Spiel setzen würden.»
Nürnberg tritt nach dem 2:2 in Bukarest und dem Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups mit Zuversicht in München an, sieht sich aber in der Rolle des Außenseiters. «Wir wollen aber versuchen, es ihnen mit unseren Mitteln so schwer wie möglich zu machen», sagte FCN-Coach Meyer, dem erneut die verletzten Robert Vittek und Javier Pinola fehlen. Europameister Angelos Charisteas wird wahrscheinlich wieder von Beginn an stürmen. Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly, der im FCN-Aufsichtsrat sitzt, glaubt an seinen Verein: «Das 2:2 in Bukarest war das beste Doping für München - und obendrein auch noch erlaubt.»




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