Die Schulmedizin ist in der heutigen Zeit weit fortgeschritten. Allerdings kann es sein, dass auch die Schulmedizin in einigen Bereichen total versagt, wo aber Naturheilverfahren durchaus wirken können. Daher stellen Behandlungsmethoden von Heilpraktikern und Naturmedizinern mögliche Alternative zur Behandlung von Erkrankungen und allgemeinen Beschwerden dar. Eine Methode, die so manche Krankheit „vernichten“ bzw. gar nicht erst entstehen lassen kann, ist das Entschlacken. Ausgewählte Produkte für perfektes Entschlacken können im Internet gekauft werden. Früher gab es die Entschlackung auch schon, allerdings war sie unter einer anderen Bezeichnung und unter der Verwendung anderer Methoden bekannt. Eine gängige Bezeichnung für das Entschlacken im Ayurveda ist das Panchakarma.

Entschlacken

In der westlichen Welt reicht die Geschichte der Entschlackung lediglich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Damals priorisierte sich parallel das Thema Hygiene mehr und mehr in der Gesellschaft: Für die großen Industriestädte bedeutet dies in erster Linie die Etablierung eines vernünftigen Abwassersystems. Darüber hinaus kam gleichzeitig auch die Theorie zur Krankheitsentstehung auf. Hierbei spielten vor allem Darm und Nieren eine große Rolle, da diese für den Abtransport von Giftstoffe aus dem Körper zuständig sind. Dennoch hat sich die Ansicht, dass giftige Schlacken im Darm zu Krankheiten oder allgemeinem Unwohlsein führen können, nicht bei allen Menschen durchgesetzt.

Kuren und Diäten

Der Begriff der Entschlackung wurde gewählt, da man in Zeiten der Industrialisierung eine Analogie zur Reinigung von Hochöfen bzw. dem Feuerkessel von Dampflokomotiven sah. Als Vater der Entschlackungsmethoden gilt Otto Buchinger, ein Arzt, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Wirkungen des Fastens entdeckte und daraus die Methode des Heilfastens entwickelte. Grundsätzlich geht es beim Heilfasten um die Reinigung des Darms, um sich so vor Krankheiten oder auch kleineren körperlichen Ungleichgewichten zu schützen. Derartige Diäten bzw. Kuren führen jedoch nicht nur zu einer schonenden Säuberung des Darms, sondern unterstützen zudem ein gesundes Ess- und Kauverhalten.